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Publiziert am 9. Mai 2025

C. T. Loo: Ein Bronzegefäss mit dokumentierter Weltprovenienz

C. T. Loo: Ein Bronzegefäss mit dokumentierter Weltprovenienz

C. T. Loo gilt als einer der bedeutendsten Vermittler asiatischer Kunst des 20. Jahrhunderts. Geboren 1880 als Lu Huanwen nahe Shanghai, kam er 1902 nach Paris — zunächst als Koch eines chinesischen Diplomaten. Dort fand er den Zugang zum Kunsthandel und entwickelte ein feines Gespür für Qualität und Seltenheit. Bereits 1908 eröffnete er seine erste Galerie.

Die Pariser «Pagode»

Loos Netzwerk verband ihn mit führenden Museen und Sammlern weltweit; eigene Niederlassungen in Peking und Shanghai erlaubten ihm, Kunstwerke direkt vor Ort zu erwerben und Institutionen wie dem Metropolitan Museum oder dem British Museum zugänglich zu machen. 1925 eröffnete er seine Pariser «Pagode» — ein Stadthaus, das er mit dem Architekten Fernand Bloch in ein Gebäude mit chinesischer Architektur verwandelte. Seine Rolle im Kunsttransfer jener Jahrzehnte wird heute auch kritisch erforscht.

Belegt durch Originalkorrespondenz

In unserer Auktion stand ein Ritualgefäss «Yi» aus Bronze, China, wohl Zhou-Dynastie, etwa 8. Jahrhundert vor Christus — geschätzt auf CHF 40'000. Seine Provenienz geht unmittelbar auf Loo zurück: Der Vater des Einlieferers erwarb es 1932 direkt bei C. T. Loo in Paris, belegt durch die erhaltene Originalkorrespondenz.

Das Gefäss kam an der Frühlingsauktion 2025 zum Aufruf.

A70

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