Zeitgenössische Glaskunst: Der Nachlass der Galeristin Mary Anne Sanske

Als eine der wenigen Galeristinnen Europas spezialisierte sich Mary Anne Sanske-Bucher (1955-2020) früh auf die von Amerika ausgehende Studioglas-Bewegung und prägte die Glaskunstszene in der Schweiz massgeblich. Geboren in Camden, New Jersey, zog sie 1979 nach Zürich und eröffnete 1982 die Sanske Galerie.
Eine Plattform für ein junges Medium
Sie förderte und vertrat international bekannte Künstlerinnen und Künstler aus den USA, Europa und insbesondere aus Venedig — zu ihren Weggefährten zählten Lino Tagliapietra, Laura und Alessandro de Santillana sowie Livio Seguso. Der Glaskünstler Philip Baldwin würdigte sie in seinem Nachruf: «Mary Anne förderte die zeitgenössische Glaskunst in der Schweiz zu einer Zeit, als dieses Feld hier noch wenig Beachtung fand.»
Die versteigerten Werke spiegelten die Bandbreite des Mediums: eine Vase von Dale Chihuly aus der «Venetian»-Serie, eine Schiffskulptur von Bertil Vallien, Schalen von Laura Diaz de Santillana sowie Vasen von Baldwin & Guggisberg mit feinem Schliff von Paolo Ferro.
Der Nachlass Sanske kam an der Herbstauktion 2024 zum Aufruf.